Kunstrasen auf dem Vormarsch

GreenFields Kunstrasen Vormarsch

Wie vielen großen Golfspielern ist auch ihm der Golfrasen heilig. Und es kristallisiert sich heraus, dass Kunstrasen für die Zukunft des Golfsports eine wichtige Rolle spielen wird. „Bei vielen Sportarten ist seit längerer Zeit weltweit ein Trend zum Umstieg von Naturrasen auf Kunstrasen festzustellen“, meint Arnoud Fiolet von European Golf, einer Firma, die jährlich etwa 4 Millionen Quadratmeter Kunstrasen verlegt. „Entscheidende Argumente für einen solchen Schritt sind die Nutzungsintensität, die Pflege und selbstverständlich die Kosten.“ Auch im Fußballsport ist Kunstrasen auf dem Vormarsch, wie etwa bei den holländischen Vereinen Heracles Almelo oder Volendam. Die FIFA und die UEFA stehen dem Kunstrasen ebenfalls positiv gegenüber. Das Qualifikationsspiel England gegen Russland wurde bei der WM 2008 bereits auf Kunstrasen ausgetragen. Fiolet erläutert: „Der Kunstrasen befindet sich im Golfsport noch in der Startphase, die Akzeptanz steigt jedoch kontinuierlich. Klar, wenn man bedenkt, dass wir inzwischen die Eigenschaften natürlicher Grüns zu 90 bis 95 Prozent nachahmen können.“

Kurze oder lange Schläge?

Die Eigenschaften verschiedener Kunstrasen variieren von Sport zu Sport, da ein Hockeyfeld völlig anders beschaffen sein muss als ein Fußballfeld oder ein Golfgrün. European Golf kooperiert daher mit großen Sportverbänden und Laboratorien, um erstklassige Kunstrasensysteme zu entwickeln, zu bauen und zu verlegen. „Ein mit Sand verfüllter Kunstrasen ist mit einem Fünfer-Eisen genauso gut bespielbar wie normales Grün. Der Rasen verhält sich genau gleich“, sagt Fiolet. „Für das Chipping und Putting verwenden wir unverfüllte Varianten, die für andere Ballgeschwindigkeiten sorgen … wer die Herausforderung liebt, kann sich natürlich auch für Augusta National entscheiden.“ Neben Darren Clarke arbeiten auch Maarten Lafeber und Robert-Jan Derksen an den kurzen Schlägen auf dem Grün aus Kunstrasen. Mehr als die Hälfte der Schläge wird auf dem Grün oder in der Nähe des Grüns ausgeführt. Daher wollen alle Golfer diese Schläge üben. Die beste Möglichkeit dazu bietet ein jederzeit verfügbares und nahezu pflegefreies Grün aus Kunstrasen im Haus, im Garten oder auf der Dachterrasse. Eine Information für leidenschaftliche Golfer: Pro Quadratmeter kostet eine solche Anlage zwischen 150 und 200 Euro. Während der Amsterdam Golf 2009 wird ein riesiges Grün mit einer Fläche von 225 Quadratmetern verfügbar sein, wo schon einmal die nötigen Chips und Putts geübt werden können.

Eine hervorragende Alternative

Die Projekte von European Golf beschränken sich jedoch nicht nur auf Privatgrüns im Garten oder Minigolfbahnen in Freizeitparks bzw. auf Kreuzfahrtschiffen. Es spielen immer mehr Menschen Golf, was neben klassischen 18-Loch-Plätzen auch zur Entwicklung vieler kleinerer 6- oder 9-Loch-Plätze geführt hat, für die Kunstrasen eine hervorragende Alternative darstellt. Fiolet: „Wir arbeiten in ganz Europa an derartigen Projekten. Beispielsweise in Spanien, weil Wasser dort ein Problem ist. Andernorts kann es vorkommen, dass einfach wenig Fläche zur Verfügung steht. Es gibt jetzt eine neue Gruppe von Golfern, die einfach ab und zu auf einer Driving Range oder einem 9-Loch-Platz mit Kunstrasen spielen möchten. Die Greenfee (die Gebühr für Spiele auf fremden Plätzen) kann dadurch erheblich verringert werden. In Vlaardingen sind sogar alle 27 Löcher der FreeGolf-Anlage mit Grüns aus Kunstrasen ausgestattet. Für die Mehrheit der Golfer erfüllt er prima seinen Zweck. Kunstrasen wird im Golf zunehmend akzeptiert, wodurch Investitionen vereinfacht und die allgemeine Qualität erhöht werden.“