Kein Unterschied zwischen Kunst- und Naturrasen

GreenFields Kunstrasen Unterschied

Identische statistische Daten

Eric Harrison: „In den 70er und 80er Jahren gab es vor allem Probleme mit Verletzungen. Der technische Fortschritt hat aber vor dem Kunstrasen nicht Halt gemacht. Die moderne „dritte Generation“ weist Leistungsmerkmale auf, die fast identisch mit denen von gutem Naturrasen sind. Als Teil einer Leistungsanalyse von Teamsportarten hat die darauf spezialisierte Organisation ProZone 100 Spiele untersucht, darunter die Champions League, den UEFA-Cup, die holländische 1. Liga und die U20-Weltmeisterschaft 2007. Alle Spieler- und Ballbewegungen wurden mit Hilfe von 10 Sensoren gemessen. Die Ergebnisse waren absolut überzeugend: „Die technischen Daten, die auf hochwertigem Naturrasen und Kunstrasen erhoben wurden, zeigten keine nachweisbaren Unterschiede.“ Die Verweildauer des Balls im Spiel, die Häufigkeit, mit der die Spieler den Ball spielten, der Prozentsatz der Vorlagen, die Durchschnittswerte und alle anderen Daten waren sehr ähnlich. Eine weitere Studie befasste sich mit Verletzungen bei Spielen in Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Russland. Diese Studie wurde im Jahr 2003 durchgeführt und erforderte die Analyse von mehr als 600 000 Spielstunden. Auch hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Vor einigen Jahren, bei der Weltmeisterschaft der Teams unter 15, wurde auf drei Feldern gespielt, eines davon ein Kunstrasen. Damals beklagten sich die Spieler noch, dass ihre Füße überhitzten.“

Vorurteile ausräumen

Harrison: „Das schwarze Gummi, das für Kunstrasen verwendet wurde, heizte sich schnell auf. Doch dieses Problem wurde behoben.“ In erster Linie müssen die Fußballer mit dem Spielfeld zufrieden sein. Wie waren die Reaktionen der Spieler in den Studien?

Nigel Fletcher: „Fußballer, die schon seit vielen Jahren auf Naturrasen spielen, sind Kunstrasen gegenüber häufig am negativsten eingestellt. Diese negative Einstellung muss durch die Verantwortlichen und Teammanager aus der Welt geschaffen werden. Wenn die Einstellung stimmt, haben die Spieler weniger Vorbehalte gegenüber Kunstrasen und zeigen auch bessere Leistungen. Die Ergebnisse der Spielerinterviews können wie folgt zusammengefasst werden: Spieler, die nie zuvor auf Kunstrasen gespielt haben, betreten das Spielfeld mit einer negativen Einstellung, sind jedoch nach dem Spiel positiver eingestellt.“

Kunstrasen ist kein Ersatz sondern eine echte Alternative!

Fletcher: „Kunstrasen ist mit gutem Naturrasen vergleichbar. Die FIFA betrachtet Kunstrasen daher nicht als Ersatz, sondern vielmehr als echte Alternative zum Naturrasen.“

Wie erkennt man echte Qualität?

Harrison: Die FIFA hat ein „Qualitätskonzept für Fußballrasen“ entwickelt, um sicherzustellen, dass die angelegten Spielfelder den Bedürfnissen der Spieler voll entsprechen. Nur Kunstrasen der höchsten Qualitätsstufe, der die höchsten technischen Vorgaben erfüllt, darf das Label „von der FIFA empfohlen“ (FIFA Recommended) tragen. Ein FIFA-Spielfeld mit zwei Sternen ist für Spiele auf höchstem Niveau geeignet, von den Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft bis hin zu den Spielen der Champions League. Im Jahr 2004 übernahm auch die IFAB das FIFA-Qualitätskonzept. Labortests wurden durchgeführt, um Kriterien der Bespielbarkeit, Haltbarkeit, Abnutzung, Beschädigung und Witterungsbeständigkeit des Spielfeldes zu messen. Bodenbeläge, die diese Tests bestehen, können auf Spielfeldern eingesetzt werden. Die Spielfelder werden dann vom Institute for Field Research in Feldversuchen weiter getestet. Spielfelder, die beide Untersuchungsphasen erfolgreich bestehen, können nach Bewerbung den Status eines bevorzugten FIFA-Herstellers mit dem zugehörigen Label „FIFA Recommended“ erreichen.